Die Labská bouda — auf Deutsch auch als Elbbaude bekannt — ist eines der markantesten Wahrzeichen des Riesengebirges: ein neunstöckiger Betonbau aus den 1970er Jahren, der auf 1315 m Höhe inmitten der weitläufigen Elbwiese thront. Das Besondere hier ist die Kombination aus wilder Hochgebirgslandschaft, bewegter Geschichte und dem Umstand, dass nur wenige hundert Meter entfernt die Elbe entspringt.
Die Elbwiese ist ein offenes, windexponiertes Hochplateau mit weiten Ausblicken auf die umliegenden Krkonošer Gipfel. Im Winter ist die Baude ein unverzichtbarer Orientierungspunkt, wenn Schneestürme die Sicht auf ein Minimum reduzieren — das Wetter kann hier oben schnell gefährlich werden. Im Sommer lockt die subalpine Landschaft mit Ruhe und Weite. Das Gebäude selbst, obwohl architektonisch umstritten (ein klassisches Beispiel des Brutalismus), ist längst Teil des Landschaftsbildes geworden, und seine Restaurants sind ein herzlich willkommenes Ziel nach einer Gebirgswanderung.
Anreise zur BaudeIn der Nähe der Elbbaude kam im Jahr 1913 der tschechische Skiläufer Bohumil Hanč bei einem 50-km-Rennen in einem plötzlichen Schneesturm ums Leben — eine der ergreifendsten Tragödien der Riesengebirgsgeschichte, die bis heute unvergessen ist.