Der stählerne Aussichtsturm auf dem Gipfel der Kalenica (964 m) ist eines der bekanntesten Wahrzeichen des Eulengebirges. Seine filigrane Gitterkonstruktion aus geschmiedetem Eisen erinnert an einen Förderturm und krönt seit fast hundert Jahren den drittprominentesten Gipfel des Gebirges. Mit einer Höhe von 20 Metern bietet er Ausblicke von zwei Aussichtsplattformen.
Die Kalenica selbst ist eine breite, abgeflachte Kuppe, sodass die Rundumsicht ohne den Turm durch den dichten Wald auf dem Gipfel stark eingeschränkt wäre. Von den oberen Plattformen aus reicht der Blick über das Riesengebirge mit der Schneekoppe, das Steinrücken- und Waldenburger Gebirge, den gesamten Kamm des Eulengebirges, einen Teil von Jugów, das Bardo- und Reichensteiner Gebirge, das Glatzer Schneegebirge, das Vorgebirge der Sudeten, das Glatzer und Reichenbacher Becken sowie das Zobtenmassiv. Im Frühling und Sommer versinkt die Umgebung im Grün der Eulengebirgswälder, im Herbst leuchtet die Landschaft in warmen Farben, und an klaren Wintertagen ist das schneebedeckte Bergpanorama besonders eindrucksvoll.
Wie man zum Aussichtspunkt gelangtDer Turm wurde 1932–1933 auf Initiative des Eulengebirgsvereins aus Bielawa errichtet und trug ursprünglich den Namen Hindenburgturm. Interessant: Die Bauteile wurden zunächst zur Probe im Werkstatthof in Bielawa zusammengesetzt, bevor sie mit Pferdefuhrwerken auf den Gipfel transportiert wurden.