Der Tylickapass (683 m ü. d. M.) ist ein ruhiger Gebirgssattel direkt auf der polnisch-slowakischen Grenze, eingebettet zwischen dem Leluchów-Gebirge und den Niederen Beskiden. Wer hierher kommt, steht buchstäblich mit einem Fuß in Polen und dem anderen in der Slowakei — umgeben von stillen Karpathenwäldern.
Der Pass liegt zwischen den Gipfeln Hora (716 m) und Bukowina (810 m) und bietet die typisch sanfte Landschaft der Niederen Beskiden: bewaldete Hügel, offene Wiesen und eine Stille, die man in bekannteren Gebirgsregionen kaum noch findet. Der Aufstieg von der polnischen Seite durch das Muszynka-Tal von Tylicz aus ist angenehm und flach — der Höhenunterschied beträgt nur etwa 100 Meter. Von der slowakischen Seite aus Tarnov im Topľa-Tal ist der Weg steiler und überwindet rund 350 Höhenmeter auf 8 km. Besonders empfehlenswert ist die Tour im Herbst, wenn Buchen und Tannen in Goldtönen leuchten.
So erreicht man den PassSüdwestlich des Passes verbergen sich die Überreste der Verschanzungen der Barer Konföderation und das Naturschutzgebiet 'Okopy Konfederackie' — ein greifbares Zeugnis der stürmischen Geschichte dieser stillen Karpathenecke aus dem 18. Jahrhundert.