Nur drei Kilometer nördlich von Mělník verbirgt sich ein unscheinbares Naturdenkmal mit einer erstaunlichen Geschichte: die Vehlovicer Opuka-Steinbrüche, ein Netz alter unterirdischer Abbaustätten in weichem Kalkmergel. Wer sich für Geologie, Fossilien oder Fledermäuse interessiert, findet hier eine spannende Mischung aus Bergbaugeschichte und Naturschutz.
Das Gelände wirkt rau und ein wenig geheimnisvoll - überwucherte Eingänge zu alten Stollen, freigelegte Gesteinsschichten, die von einem urzeitlichen Meer erzählen, und eine Stille, die zum genauen Hinschauen einlädt. Im Winter dienen die Stollen mehreren Fledermausarten, darunter der Kleinen Hufeisennase, als Winterquartier, weshalb der Zugang ins Innere ganzjährig gesperrt bleibt. Es ist kein Ort für lange Wanderungen, eher ein lohnender kurzer Abstecher bei einem Ausflug rund um Mělník.
AnfahrtIn den alten Steinbrüchen wurden Fossilien von Fischen, Krebsen und Muscheln aus der Kreidezeit gefunden, und der gelbliche Opuka-Stein, im Volksmund 'Eigelb' genannt, wurde einst für Gehwegplatten und Tröge in der ganzen Region verwendet.