Die Tkalca jama, auch als Weberhöhle bekannt, ist eine der beeindruckendsten Ponorhöhlen Sloweniens mit einer Länge von fast 2,9 km. Sie liegt am westlichen, unteren Ende des Tals Rak Škocjan, wo der Bach Rak unterirdisch verschwindet, um erst 2,8 km weiter in der Planina-Höhle wieder aufzutauchen. Damit bildet sie ein zentrales Verbindungsstück im hydrologischen System zwischen dem Polje von Cerknica und dem Polje von Planina.
Ihren Namen verdankt die Höhle einem Stalagmiten, der an einen Weber erinnert - der Legende nach wurde er zu Stein, weil er am Sonntag arbeitete. Das Tal Rak Škocjan darüber besticht mit wilder, felsiger Landschaft und der spektakulären Großen Naturbrücke, die man auch vom Höhleninneren aus bewundern kann - ein Blick, den einst der Maler Franz Goldenstein festhielt. Nach starkem Regen in Kombination mit Schneeschmelze kann das Wasser hier bis zu 19 Meter ansteigen, was diesen Ort zu einem der dramatischsten Hochwasserpunkte im gesamten Dinarischen Gebirge macht.
AnreiseDie erste Beschreibung der Höhle stammt bereits aus dem Jahr 1687 von Johann Weikhard von Valvasor, der auch einen Kupferstich davon veröffentlichte - eine der frühesten dokumentierten Höhlen der Region.