Der Ružín-Stausee ist eines der schönsten Gewässer der Slowakei — ein langer, gewundener See, der tief in das Hornád-Tal eingebettet ist und von steilen Felsen, dichten Laubwäldern und markanten Gipfeln umrahmt wird. Wer hier paddelt, schwimmt, angelt oder einfach nur die frische Bergluft genießt, wird diesen Ort so schnell nicht vergessen.
Der Stausee erstreckt sich über etwa 14–15 km durch eine enge Schlucht im Slowakischen Erzgebirge. Die Ufer sind größtenteils steil und felsig, mit üppigem Waldkleid. Vom Wasser aus sieht man die Gipfel Šľuchta (781 m), Bujanov (757 m) und den eindrucksvollen Kalksteinfelsen Sivec (781 m), der rund 430 m über dem Wasserspiegel aufragt — eine der spektakulärsten Aussichten der Region. Im Sommer erwärmt sich das Wasser auf durchschnittlich 20,5°C, im Herbst leuchten die Hänge in satten Gold- und Rottönen. Die maximale Tiefe des Sees beträgt 54 m an der Staumauer.
AnreiseDer See verdankt seinen Namen dem Dorf Ružín, das beim Bau des Staudamms zwischen 1963 und 1970 überflutet wurde — eines von mehreren Ortschaften, die für immer unter Wasser verschwanden. Das beeindruckende Ružín-Eisenbahnviadukt überspannt den See, und in der Nähe lässt sich ein Eisenbahntunnel aus dem 19. Jahrhundert begehen, der heute als beleuchteter Spazierweg für Fußgänger und Radfahrer genutzt wird.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)