Der Rettenbachferner ist ein Gletscher im Tiroler Ötztal, der jeden Herbst zur Bühne für den Auftakt des Alpinen Skiweltcups wird und zugleich einer der touristisch am stärksten erschlossenen Gletscher der Alpen ist. Hier treffen alpiner Skisport, technische Infrastruktur und ein schmelzender Gletscher auf eindrucksvolle Weise zusammen.
Der Gletscher liegt westlich oberhalb von Sölden am Grat zum Pitztal, nahe der Inneren Schwarzen Schneid und des Tiefenbachkogels. Er zieht sich vom Rettenbachjoch (2990 m) bis auf rund 2900 Meter hinab und ist derzeit etwa einen Kilometer lang. Die Landschaft ist geprägt von steilen Hängen, schroffen Graten und weiten Ausblicken über das Ötztal. Im Sommer werden Teile der Eisfläche mit Planen abgedeckt, um das Abschmelzen zu verzögern, im Winter verwandelt sich das Gebiet in ein belebtes Skigebiet mit fester Tribünenanlage für die Weltcup-Rennen.
Anreise
Praktische Informationen
Der Rettenbachferner war auch Etappenziel der Deutschlandtour im Radsport und Schauplatz zweier schwerer Seilbahnunfälle in den Jahren 2004 und 2005, die bis heute Teil seiner Geschichte sind.