'Gutské peklo' bedeutet so viel wie 'Guter Hölle' — ein Name, der beim ersten Blick auf die wilden Schluchten und tosenden Wasserfälle dieses Naturschutzgebiets im tschechischen Beskydy-Gebirge sofort verständlich wird. Wer abseits ausgetretener Pfade echte Wildnis sucht, ist hier genau richtig.
Das Schutzgebiet erstreckt sich über die steilen Nordhänge des Javorový-Massivs zwischen 655 und 1012 Metern Höhe, im Quellbereich des Oldřichovický-Baches. Die Hänge gehören zu den steilsten im gesamten Landschaftsschutzgebiet Beskydy — mit einer mittleren Neigung von 28° und stellenweise bis zu 54°. Der Bach bildet stufenförmige Wasserfälle von bis zu fünf Metern Höhe, die sich durch naturnahe Buchen- und Ahorn-Wälder schlängeln. Im Frühling sind die Wasserfälle auf dem Höhepunkt ihrer Kraft, im Herbst leuchtet der Buchenwald in warmen Gold- und Rottönen. Im Winter machen vereiste Hänge das Gelände gefährlich — nur für erfahrene Bergwanderer mit entsprechender Ausrüstung geeignet.
Anreise und ZugangswegeEine geologische Besonderheit des Gebiets sind sogenannte 'Muren' — Schlamm- und Geröllströme, die die charakteristische raue Topographie dieser Hänge über Jahrhunderte geformt haben und das Schutzgebiet zu einem Geheimtipp für Naturliebhaber machen.