Der Holý vrch ist eine unscheinbare Sandsteinerhebung nahe dem Dorf Střemy, die für Botaniker eine echte Besonderheit birgt: eine der letzten überlebensfähigen Populationen des vom Aussterben bedrohten Rosmarinseidelbasts (Daphne cneorum) in Tschechien. Kein Ort für Menschenmassen, aber ein Geheimtipp für Naturliebhaber, die seltene Pflanzen und Stille zu schätzen wissen.
Das Schutzgebiet bildet eine flache Anhöhe, eingerahmt von zwei Schluchten, dem Jírův důl und der Beránkova rokle, die sich im Süden unterhalb aufragender Sandsteinfelswände vereinen. Der Wald wird von Waldkiefern dominiert, ergänzt durch Fichte, Birke, Hainbuche, Eiche, Buche und Hasel. Auf den Felsvorsprüngen wächst Heidekraut, während der offene, grasbewachsene Nordhang seltene Steppenpflanzen wie die böhmische Wiesen-Kuhschelle und verschiedene Federgräser beherbergt. Im Frühling und Sommer blüht es hier zart und unscheinbar, im Herbst leuchten die Kiefern und vereinzelten Laubbäume golden. Von den Felsgipfeln im Süden bieten sich schöne Ausblicke über die Umgebung.
Anreise
Praktische Informationen
Ein kurioses Detail: Das einzige nachgewiesene geschützte Tier hier ist eine winzige Gallmücke, Dasineura daphnes, deren Entwicklung völlig vom Rosmarinseidelbast abhängt - Pflanze und Insekt sind untrennbar miteinander verbunden.