Der Niżni Jamnicki Staw liegt auf 1732 m Höhe im oberen Teil des Jamnica-Tals in den slowakischen Westtatern und ist eines jener smaragdgrünen Bergseen, die man so schnell nicht vergisst. Eingebettet in einen glazialen Kar unter den Hängen von Wołowiec und Łopata, bietet er eine alpine Stille, die nach dem Aufstieg besonders wohltuend wirkt.
Der See bedeckt etwas mehr als 1 Hektar und erreicht eine maximale Tiefe von 8,1 m. Sein Grund weist zwei Vertiefungen auf. Gespeist wird er durch einen kleinen Bach vom höher gelegenen Wyżni Jamnicki Staw, während der Jamnicki-Bach aus ihm abfließt. Die Umgebung ist grasig-steinig, und vom unteren Talabschnitt trennt ihn der Rücken des Stawiański Wierch. Rund um den See breitet sich zunehmend Latschenkiefer aus — einst trieben Hirten aus dem Dorf Kokawa hier ihr Vieh auf die Weide. Das üppig bewachsene Talbecken unterhalb trägt noch heute den Namen 'Kokawa-Gärten'. Im Sommer leuchtet das Wasser in tiefem Grün, im Frühjahr liegen die Hänge noch teils im Schnee.
Anreise und WegbeschreibungDer See liegt direkt am beliebten Wanderweg zum Wołowiec und eignet sich hervorragend als Rastplatz mit großartigem Ausblick auf die umliegenden Grate.
Schon 1862 schwärmte der polnische Botaniker Kazimierz Łapczyński von 'zwei smaragdenen Seen, die ewig zum fernen Rohacz blicken' — ein Bild, das bis heute nichts von seiner Trefflichkeit verloren hat.