Der Nationalpark Aggtelek ist ein unterirdisches Wunderland mitten in Mitteleuropa — eine Karstlandschaft, unter deren sanft gewellten Hochflächen über 270 Höhlen schlummern, vollgepackt mit Tropfsteinen, Aragonitbüschen und aktiven Untergrundbächen. Seit 1995 steht das Gebiet gemeinsam mit dem Slowakischen Karst auf der UNESCO-Welterbeliste, und wer einmal durch die beleuchteten Hallen der Baradla-Höhle geschritten ist, versteht sofort warum.
Über der Erde empfängt den Besucher eine stille, fast geheimnisvolle Hügelwelt: Dolinenfelder, felsige Schluchten, alte Eichen- und Buchenwälder und auf den Südhängen warme Steppenwiesen, auf denen im Sommer sogar Gottesanbeterinnen zu entdecken sind. Im Frühling blühen Küchenschellen und Hundszahnlilien, im Herbst leuchten die Wälder in Goldtönen. Auf über 20.000 Hektar leben hier 413 geschützte Tierarten, darunter Wolf, Luchs, Eisvogel und die größte ungarische Population des Kleinen Apollo-Falters.
Anreise und AusgangspunkteDas Höhlensystem Baradla–Domica zieht sich 25 Kilometer weit bis nach Slowakei hinein und gilt als die längste aktive Bachhöhle der gemäßigten Zone weltweit — in ihren Gängen fanden Archäologen Spuren von Menschen, die hier schon vor Jahrtausenden Schutz suchten.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)