Das Münstertal ist ein Tal im äussersten Osten des Kantons Graubünden, das sich bis ins italienische Südtirol erstreckt - eine Landschaft, in der noch Rätoromanisch gesprochen wird und die Zeit etwas gemächlicher zu vergehen scheint als im benachbarten Engadin. Als einziges Bündner Südtal mit rätoromanischer Sprachtradition bietet es eine besondere kulturelle Note zur beeindruckenden Alpenkulisse.
Rund 25 Kilometer lang zieht sich das Tal vom Ofenpass im Westen bis zum Vinschgau im Osten und wird von Gipfeln wie Piz Daint, Piz Turettas, Piz Lad und Piz Chavalatsch im Süden sowie Piz Terza im Norden gerahmt. Die Landschaft verändert sich mit jeder Talstufe - oben bei Tschierv und Fuldera wirkt sie rau und ursprünglich, in der Mitte um Valchava und Sta. Maria sanfter und landwirtschaftlich geprägt, unten bei Müstair und dem italienischen Taufers nimmt sie einen mediterraneren Charakter an. Im Winter verwandelt sich das Tal in ein ruhiges Paradies für Langläufer und Schneeschuhwanderer, im Sommer locken es Wanderer und Radfahrer, die abseits der grossen Touristenströme unterwegs sein möchten.
Anreise
Praktische Informationen
Im Sommer 2005 sorgte das Tal für Schlagzeilen, als ein Braunbär namens Lumpaz aus Südtirol einwanderte - der Bruder des später in Bayern erschossenen Bären Bruno.