Die Krška jama ist eine horizontale Karsthöhle im Trockenen Krain in Zentralslowenien und gilt als zeitweilige Quelle der Krka. Versteckt in einem Poljetal zwischen den Dörfern Trebnja Gorica und Gradiček erwartet Besucher ein eindrucksvolles Zusammenspiel aus unterirdischen Gängen und einem malerischen Quellsee direkt vor dem Eingang.
Das Wasser fließt aus dem Karstfeld Račna in die Höhle und tritt wenige Meter unterhalb des Haupteingangs wieder aus, wo die Krka entspringt. Bei starken Regenfällen bricht der Fluss dramatisch durch den Eingang und stürzt als reißender Wasserfall über die Steinstufen. Im Inneren erstreckt sich der trockene Teil der Höhle über 210 Meter Länge und 30 Meter Breite, wobei der mittlere Abschnitt bei Hochwasser als Abflusskanal dient. Am Ende liegt ein 30 Meter langer Siphonsee, der in ein weiteres Tunnelsystem von insgesamt 490 Metern Länge übergeht. Der Tropfsteinschmuck ist eher spärlich, vieles wurde durch Erdbeben und Vandalismus zerstört, doch an den Wänden lassen sich zahlreiche faszinierende Pareidolien entdecken.
Anreise
Praktische Informationen
In der Höhle leben über 30 Tierarten, darunter Fledermäuse und Grottenolme, und der Krebs Typhlocypris cavicola kommt nirgendwo sonst auf der Welt vor. Bereits im 17. Jahrhundert besuchte der Universalgelehrte Valvasor die Höhle, und Einheimische versteckten sich hier im 15. und 16. Jahrhundert vor osmanischen Überfällen.