Das Untere Marchtal — tschechisch Dolnomoravský úval — ist eine weite, fruchtbare Tiefebene entlang des Unterlaufs der March (Morava), die sich über das südliche Mähren bis in die westliche Slowakei erstreckt. Die Region zählt zu den wärmsten Gegenden Tschechiens und empfängt Besucher mit mäandernden Flüssen, üppigen Auenwäldern und offenen Überschwemmungswiesen. Wer entspannte Wanderungen ohne anspruchsvolle Anstiege sucht, ist hier genau richtig.
Die Höhenlage bewegt sich zwischen nur 150 und 200 Metern über dem Meeresspiegel. Die March bildet die Nord-Süd-Achse des Tals, während die Thaya (Dyje) als rechtsseitiger Nebenfluss dazukommt. Das Tal ist eine tektonische Senke, die den nördlichen Ausläufer des Wiener Beckens darstellt — eine geologische Verbindung, die dem Landschaftsraum seinen einzigartigen Charakter verleiht. Zwischen den Städten Bzenec und Hodonín überrascht ein Flecken Wanderdünen und Sandhügel mit Kiefernwäldern, der sich auffällig vom umgebenden Schwarzerdeboden abhebt. Jede Jahreszeit hat ihren eigenen Reiz: Im Frühling erwachen die Auen, im Sommer spenden Uferwälder kühlen Schatten, im Herbst leuchten Weiden und Pappeln golden.
Anreise und AusgangspunkteWissenswertes: Das Untere Marchtal ist über die Napajedlaer Pforte mit dem Oberen Marchtal verbunden — eine tektonische Verbindung, die Millionen von Jahren Geschichte in der Landschaft hinterlassen hat.