Der Zirknitzer See ist eines der ungewöhnlichsten Naturphänomene Sloweniens - der größte See des Landes, der im Sommer fast vollständig verschwinden kann. Dieser periodische Karstsee füllt und entleert sich durch unterirdische Kanäle und verwandelt die Landschaft im Jahresverlauf immer wieder aufs Neue.
Der See liegt im Cerknica-Polje, umgeben von den Javornik-Hügeln im Süden und dem Berg Slivnica im Norden, beide Teil der Dinarischen Alpen. Bei vollem Wasserstand kann die Fläche bis zu 38 km² erreichen, und der See wird zum beliebten Ziel für Ruderer und andere Wassersportler. Im Sommer, wenn die Niederschläge nachlassen, versickert das Wasser in unterirdischen Hohlräumen, und an seiner Stelle breiten sich saftige Wiesen aus. Mit den Herbstregen kehrt das Wasser oft rasant zurück und kann die umliegenden Gebiete sogar überfluten. Das Gebiet ist zudem ein wichtiger Lebensraum für Vögel und zieht Naturliebhaber das ganze Jahr über an.
Wie man dorthin kommtSchon der antike Geograph Strabon erwähnte einen Sumpf namens Lugeon, der mit dem Zirknitzer See gleichgesetzt wird, und 1687 beschrieb der Universalgelehrte Johann Weikhard von Valvasor das rätselhafte Verhalten des Sees in einem Brief an die Royal Society in London.