Die Baradla-Höhle gehört zu den beeindruckendsten Schauhöhlen Mitteleuropas — ein weitläufiges Unterwelt-Labyrinth aus Stalaktiten, Stalagmiten und kathedralenhohen Hallen, das Besucher seit Jahrhunderten in seinen Bann zieht. Zusammen mit der slowakischen Domica-Höhle bildet sie ein verbundenes System von über 25,5 km Länge, das seit 1995 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Wer hier einsteigt, reist in erdgeschichtliche und menschliche Tiefen zugleich.
Der Hauptgang schlängelt sich rund 6,7 km zwischen den Dörfern Aggtelek und Jósvafő durch den Fels — einst das Bett eines unterirdischen Flusses. Die Decken wölben sich stellenweise über 30 Meter in die Höhe, und gigantische Säle wie der 'Riesensaal' lassen jeden Besucher verstummen. Die Temperatur liegt das ganze Jahr über bei konstanten 10–11°C, die Luftfeuchtigkeit nahe 100% — eine warme Jacke ist also Pflicht, egal zu welcher Jahreszeit. In Winternächten kann der Unterschied zwischen der eisigen Außenluft und dem stabilen Höhlenklima über 25°C betragen.
Anreise und ZugängeWissenswertes: Schon vor rund 7.000 Jahren suchten neolithische Menschen Schutz in dieser Höhle — Archäologen fanden bronzezeitliche Gräber und einen vergrabenen Goldschatz aus 28 Golddrähten. Und der erste gedruckte Höhlenbericht erschien bereits 1781 auf Deutsch im Magazin 'Ungrisches Magazin'.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)