Das Bacherloch ist eine wilde Schlucht in den Allgäuer Alpen bei Oberstdorf, bekannt für ihre Firn- und Eisfelder, die oft jahrelang nicht schmelzen. Ein Ort für alle, die abseits der üblichen Wanderwege etwas Ursprüngliches suchen - ein steiler, von Lawinen geprägter Kessel, umringt von imposanten Gipfeln.
Die Schlucht beginnt bei Einödsbach auf 1100 m Höhe und steigt bis auf 1900 m an, wo sie unter steilen Felswänden endet. Umgeben ist sie von beeindruckenden Bergen: im Süden Linkerskopf (2459 m), Rotgundspitze (2486 m), Wilde Mann (2577 m) und Bockkarkopf (2609 m), im Osten Mädelegabel (2645 m), Trettachspitze (2595 m) und Wildengundkopf (2238 m), im Westen der Habaum, der sich bis zum Linkerskopf zieht. Durch die steilen, hohen Hänge sammeln sich im Bacherloch regelmäßig große Schneemengen, die durch Lawinenabgänge ins Tal transportiert werden. Die entstehenden Firn- und Eisfelder bleiben oft mehrere Jahre liegen, wodurch sich deutlich erkennbare Jahresschichten bilden - eine natürliche Zeitaufzeichnung im Gestein aus Eis.
Anreise
Diese geschichteten Eisfelder mit eigenen Augen zu sehen, lohnt sich - denn nur an wenigen Orten in den Allgäuer Alpen überstehen Schnee und Eis mehrere Jahreszeiten und bewahren so eine sichtbare Geschichte vergangener Winter.