Der Goldengrubenhübel (1.087 m ü. NHN), auf Polnisch Złote Jamy, ist ein stiller, von Wald bedeckter Gipfel im Isergebirge, dessen Name bereits alles verrät: Hier suchten mittelalterliche Goldgräber ihr Glück, und ihre Spuren sind bis heute sichtbar. Wer auf der Suche nach einem Gipfel mit Geschichte ist, wird hier fündig.
Der Scheitel des Berges ist eine so weitläufige, flache Kuppe, dass man den höchsten Punkt im Gelände kaum erkennt. Die Süd-, Ost- und Westhänge fallen steil in die Flusstäler ab, der Nordhang ist hingegen fast eben. Der junge Wald, der die Hänge bedeckt, ist das Ergebnis einer Umweltkatastrophe in den 1980er Jahren, als Luftverschmutzung die im 19. Jahrhundert angepflanzte Fichtemonokultur vollständig vernichtete — abgestorbene Baumstümpfe ragen noch immer aus dem Jungwuchs hervor. Nebel und tiefe Wolken sind hier häufige Begleiter und verleihen dem Gipfel eine geheimnisvolle Stimmung.
AufstiegsmöglichkeitenWallonische Prospektoren reisten einst von weit her, um an diesen Hängen nach Gold und Edelsteinen zu graben — ihre hinterlassenen Gruben machen den Goldengrubenhübel zu einem der historisch spannendsten Ziele im gesamten Isergebirge.