Die Martaspitze (2.426 m ü. d. M.) — auf Polnisch Żłobisty Szczyt, auf Slowakisch Zlobivá — ist ein schlanker, dreigipfliger Felsstock im Hauptkamm der Hohen Tatra in der Slowakei. Von tiefen Rinnen und Couloirs durchfurcht, verkörpert sie den rauen, unberührten Charakter der Hohen Tatra abseits der großen Touristenpfade.
Das Massiv umfasst drei Gipfel: den Hauptgipfel im Nordwesten (2.426 m), den mittleren — bekannt als Wachterturm (Żłobista Turnia) — sowie den niedrigsten Südostgipfel, gelegentlich Żłobista Kopa genannt. Die imposante, 400 Meter hohe Nordostwand fällt zum Kačia-Tal ab und bildet einen Teil des sogenannten 'Kačí-Walls'. Das Panorama vom Gipfel ist weitreichend: Gipfel und Täler der Hohen Tatra, der Nordkamm der Belianischen Tatra, weite Teile der Niederen Tatra und die Berge des angrenzenden Polens liegen vor einem wie auf einer Landkarte. Im Winter verwandelt sich das Massiv in eine hochalpine Szenerie voller Ernsthaftigkeit.
Aufstieg zum GipfelDie Erstbesteigung des Hauptgipfels gelang 1899 Karol Jordán und der französischen Alpinistin Marthe Lavallé — auf einem schmalen, ausgesetzten Grat durch eine Rinne und das Südwestgrat. Der Name 'Martaspitze' erinnert vermutlich an Marthe Lavallé selbst.