Der Branntweinstein, polnisch Zawalidroga, ist ein kleiner, aber markanter Felsen im Isergebirge, dessen Name wörtlich 'Wegversperrer' bedeutet — er steht quer zum Weg, sodass man ihn umgehen muss. Genau diese Eigenheit macht ihn zu einem netten Zwischenstopp entlang des Hohen Kammes (Wysoki Grzbiet).
Der etwa sieben Meter hohe Felsen erhebt sich als Härtling in der Kontaktzone zwischen dem Granitoidmassiv des Riesengebirges und dem metamorphen Gestein des Isergebirges. Der obere Teil besteht aus Hornfels, der einen kugeligen Block bildet, der untere aus einem Aplitgang mit Muskovitschuppen. Von Westen aus betrachtet erinnert der obere Teil an das Profil eines menschlichen Kopfes — ein Blick lohnt sich. Die Umgebung zeigt die typische Isergebirgslandschaft: sanfte, bewaldete Kämme und offene Wiesen, ruhig und wenig besucht, angenehm zu jeder Jahreszeit, wobei die Aussicht zum Riesengebirge im Herbst und Winter oft am eindrucksvollsten ist.
Wie man den Gipfel erreichtDer Name kommt nicht von ungefähr — der Fels versperrt tatsächlich den Weg, was ihm auch den alten deutschen Namen Branntweinstein einbrachte.