Die Żarnówka (457 m ü. NHN) ist der südlichste Gipfel des Wiśnicer Vorgebirges — ein stiller, waldbedeckter Hügel mit einer Geschichte, die man ihr auf den ersten Blick nicht ansieht. Wer abseits ausgetretener Pfade wandern möchte, findet hier eine authentische, unberührte Ecke Südpolens.
Fast der gesamte Hang ist mit Nadelwald bedeckt, in dem Kiefern dominieren. Der Baumbestand ist 100–120 Jahre alt und gilt wahrscheinlich als natürlicher Urwald — kein Wunder also, dass hier ein Teilnaturschutzgebiet geplant ist, das den Kiefernwald sowie ein geologisches Aufschlussprofil umfassen soll. Im Süden grenzt der Hügel an den Berg Łopusze, der bereits zum Wyspowy-Beskidengebiet gehört. Im Herbst leuchtet der Wald golden, im Frühling erfüllt Harzduft die Waldwege.
AufstiegsmöglichkeitenIm Dezember 1914 tobten auf den Hängen der Żarnówka erbitterte Kämpfe zwischen preußischen und russischen Truppen — die Gefechte dauerten 14 Tage und hinterließen 6 Militärfriedhöfe mit 823 gefallenen Soldaten, die noch heute still im Wald Zeugnis ablegen.