Der Wołoszyn — auf Deutsch auch Walachenkopf genannt — ist einer der wildesten und ursprünglichsten Gebirgskämme der Hohen Tatra: eine mächtige Barriere zwischen dem Waksmundzka-Tal und dem Roztoka-Tal, durchfurcht von Lawinengassen und bewohnt von Braunbären. Wer die Tatra in ihrer unberührtesten Form erleben möchte, ist hier genau richtig.
Der Kamm zieht sich von der Gegend des Krzyżne-Passes bis zu den Mickiewicz-Wasserfällen und trägt mehrere Gipfel, wobei der Wielki Wołoszyn mit 2151 m der höchste ist. Die Hänge, die vom Roztoka-Tal aus sichtbar sind, beeindrucken durch tiefe Rinnen und bis zu 700 m hohe Felsformationen, die sogenannten 'Szczoty'. Bis etwa 1600 m Höhe wachsen Zirbelkiefernwälder, darüber folgt Latschenkiefer. Im Winter wirkt das Massiv rau und abweisend — alle Hänge sind stark lawinengefährdet. Im Sommer soll der Ausblick vom Gipfel noch großartiger sein als vom nahen Krzyżne-Pass.
AufstiegsmöglichkeitenAuf 2020 m Höhe befindet sich hier der höchste Wuchsort der Zirbelkiefer in der polnischen Tatra. Der Legende nach wuchs der Berg an der Stelle auf, wo ein riesiger Drache namens Wołoszyn sein Ende fand — möglicherweise ein Echo des alten slawischen Veles-Kultes.