Die Große Gabelspitze (2.523 m ü.d.M.) ist einer jener Gipfel der Hohen Tatra, die schon aus der Ferne beeindrucken — ein markanter Felsturm im Gabelkamm, der stolz über die umliegenden Täler aufragt. Sie ist der höchste Punkt zwischen dem Lomnitzer Spitze und dem Käsmarker Spitze, und ihre senkrechten Wände, die zur Wilden Talseite und ins Lomnitzer Tal abfallen, sind von atemberaubender Dramatik. Wer wilde, unzugängliche Gipfel mit echtem alpinen Charakter liebt, kommt hier voll auf seine Kosten.
Die Landschaft rund um die Große Gabelspitze ist rau und eindrucksvoll zu jeder Jahreszeit. Im Sommer liegen die Felswände im klaren Hochgebirgslicht, im Winter verwandelt sich der Gipfel in ein eisgepanzertes Ziel, das die Anforderungen noch einmal deutlich erhöht. Die nordwestliche Wand fällt auf fast 500 Meter in das Kupferkessel-Becken ab, in ihrer Mitte ragt die beeindruckende dunkle Kupferkanzel hervor. Die beste Aussicht auf die Gabelspitze genießt man bequem vom Lomnitzer See oder von der Seilbahn zur Lomnitzer Spitze.
Aufstieg zum GipfelDie Erstbesteigung gelang Ende August 1903 Miklós Szontagh (junior) und Johann Hunsdorfer (senior) — Pioniere, die einen der anspruchsvollsten Gipfel der Slowakischen Hohen Tatra für die Bergsteigergeschichte öffneten.