Die Wielka Koszysta (2.193 m ü. d. M.) ist einer der am weitesten nördlich gelegenen Zweitausender der Tatra — ein rauer, wilder Gipfel, der sich wohltuend vom touristischen Trubel abhebt. Wer die Hohe Tatra in ihrer ursprünglichsten Form erleben möchte, findet hier genau das Richtige.
Der Gipfel erhebt sich zwischen dem Waksmundzka-Tal und dem Pańszczyca-Tal und bildet einen markanten Felskamm mit drei Erhebungen. Der mittlere — der höchste — bietet weite Ausblicke auf die umliegenden Täler und Gipfel der Tatra. Am östlichen Grat ragt ein Felsturm auf, der als 'Waksmundzka Strażnica' bekannt ist, während auf der Westseite zwei Rinnen — Cesarka und Barani Żleb — steil ins Pańszczyca-Tal abfallen. Im Frühling liegt hier noch Schnee, im Sommer leuchten die Felsen in der Sonne, und im Herbst färbt sich die Landschaft goldgelb. Die Atmosphäre ist besonders: Stille, Einsamkeit und das Gefühl echter alpiner Wildnis.
Wie man den Gipfel erreichtDie erste dokumentierte Besteigung gelang Ludwik Zejszner am 3. August 1838 im Rahmen barometrischer Höhenmessungen — ein Pionier der Tatra-Erkundung, dessen Entdeckergeist auf diesem unberührten Gipfel noch heute spürbar ist.