Die Westka, auch Beskid Korbielowski genannt, ist ein Gipfel für alle, die gerne buchstäblich auf einer Grenze wandern. Der Kammweg markiert hier gleichzeitig die polnisch-slowakische Grenze und die Große Europäische Wasserscheide — ein Schritt trennt zwei Länder, und Regen, der auf der einen Seite fällt, fließt in ein anderes Meer als auf der anderen.
Der Gipfel ist fast vollständig bewaldet, weshalb er kein klassisches Aussichtsziel ist — doch genau dieser ruhige Waldcharakter macht die Route bei Liebhabern langer Kammwanderungen beliebt. Die Osthänge fallen zum slowakischen Tal Polhoranka ab, die Westhänge zum polnischen Dorf Korbielów, dessen Felder und Häuser im unteren Bereich sichtbar sind. Die einzige größere Lichtung unterwegs ist die Gawlasia-Wiese nahe dem Sattel zwischen Westka und Student. Im Winter kann die Route verschneit und anspruchsvoll sein, im Sommer bietet sie einen angenehmen, schattigen Kammweg.
Wie man zum Gipfel gelangtInteressant: Der Name Westka ist relativ jung und erschien erstmals 1880 auf österreichischen Karten als Weska — die einheimische Bevölkerung nutzt seit Jahrhunderten den Namen Beskid Korbielowski, der bereits vom Chronisten Andrzej Komoniecki im 18. Jahrhundert erwähnt wurde.