Der Waksmundzki Wierch (2189 m ü.d.M.) ist einer der nördlichsten Zweitausender der gesamten Tatra — ein wilder, unberührter Gipfel im Kosztyta-Massiv, der das Waksmundzka-Tal von der Pańszczyca-Mulde trennt. Wer einsame, ursprüngliche Berglandschaften sucht, wird von diesem Fleckchen Tatra begeistert sein.
Der Gipfel liegt etwa auf halbem Weg zwischen dem Krzyżne-Pass und dem höchsten Punkt des Kamms, der Wielka Kosztyta. Weite Almwiesen umgeben den Scheitel und eröffnen Blicke in zwei unterschiedliche Täler. Im Sommer leuchten die Hänge satt grün und still, im Winter verwandelt sich der Kamm in ein anspruchsvolles, schneebedecktes Terrain. Am Fuß des Gipfels auf der Pańszczyca-Seite erhebt sich die kuppelförmige Wielka Kopka (1856 m).
Anstieg zum GipfelDer erste dokumentierte Aufstieg erfolgte am 3. August 1838 durch Ludwik Zejszner im Rahmen barometrischer Höhenmessungen; die erste Winterbesteigung gelang erst im März 1910 — durch Henryk Bednarski, Józef Lesiecki, Mariusz Zaruski und Stanisław Zdyb. Heute bleibt der Waksmundzki Wierch ein geschütztes Wildnis-Juwel der Tatra.