Die Turnia nad Szczotami (1.741 m ü.d.M.) ist einer der wildesten und unberührtesten Felsgipfel der Hohen Tatra — ein einsamer Felsturm, bedeckt von uraltem Steilwaldwald, umweht von Legenden über Räuberschätze. Sie gehört zum Kamm, der vom Wołoszyn-Massiv abzweigt und zum Roztoka-Tal abfällt, und bildet einen der ursprünglichsten Winkel der polnischen Tatra.
Die nordöstlichen Hänge tragen den Namen 'Szczoty' — steile, schroffe Felswände, bewachsen mit einem unberührten Urwald, in dem die Zirbelkiefer dominiert. Der Gipfel selbst ist von einem Zirbelkiefer-Fichten-Wald mit vereinzelten Lärchen bedeckt, was ihm eine märchenhafte Atmosphäre verleiht. Der Kamm führt südöstlich zur Roztocka Turniczka (1.536 m), während Wyżnie und Niżnie Siodło (Sättel) den Felsturm vom Zagonny-Zwornik-Sattel trennen. Hier ist die Tatra noch so, wie sie einmal war — rau, still und vollständig der Natur überlassen.
Anfahrt und AufstiegDie einheimische Bergbevölkerung erzählt seit jeher von Räuberschätzen, die in den Hängen der Szczoty verborgen sein sollen — der Name selbst, im Podhale-Dialekt als 'scoty' bekannt, bezeichnet wahrscheinlich unwegsames, steiles Gelände. Die Turnia nad Szczotami bleibt ein Gipfel, den man nur aus der Ferne bewundern kann und der seine Wildheit eifersüchtig hütet.