Der Bayerische Plöckenstein ist einer jener Gipfel, die man nicht so schnell vergisst — nicht wegen seiner schieren Höhe, sondern wegen seiner einzigartigen Lage. Nur 700 Meter vom Dreiländereck Deutschland-Tschechien-Österreich entfernt, vereint dieser Grenzgipfel gleich drei Länder in einem einzigen Ausflug.
Mit 1365 m ü. NHN liegt der Bayerische Plöckenstein auf einem langen Gebirgskamm, der vom Dreisesselberg im Nordwesten bis zum Hochficht im Südosten reicht. Auf bayerischer Seite liegt der Naturpark Bayerischer Wald, auf tschechischer Seite der Nationalpark Šumava im Biosphärenreservat Šumava. Die Landschaft ist geprägt von dichten Nadelwäldern, Granitkuppen und einer wohltuenden Stille. Bei Föhn reicht der Blick vom Gipfel bis weit in die Alpen — vom Toten Gebirge bis zum Kaisergebirge. Knapp unterhalb des Gipfels erstreckt sich das unter Naturschutz stehende Steinerne Meer: ein beeindruckendes Feld aus Granitblöcken, ähnlich dem am Lusen — die Brocken hier sind sogar noch größer. Auf dem Gipfelbereich selbst finden sich markante Felsen, wie man sie auch vom nahen Dreisesselberg kennt.
Über den Gipfel verläuft der Europäische Fernwanderweg E6, der ab dem Dreiländereck gemeinsam mit dem Nordwaldkammweg weiter ins österreichische Waldviertel führt.
AufstiegsmöglichkeitenDas Steinerne Meer unterhalb des Gipfels zählt zu den beeindruckendsten Granitblockfeldern im gesamten Bayerisch-Böhmischen Grenzgebirge — geologisch faszinierend und fotografisch ein Highlight.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)