Der Dreisesselberg (1333 m ü. NHN) ist einer der markantesten Gipfel des Bayerischen Waldes — ein Granitberg an der deutsch-tschechischen Grenze mit bizarren Felsformationen, Gipfelkreuz und einer kleinen Kapelle, nur rund 3 km vom Dreiländereck Deutschland-Österreich-Tschechien entfernt. Wer hier oben steht, spürt, dass dieser Berg schon immer ein besonderer Ort war.
Der höchste Punkt, der sogenannte Hochstein, trägt einen markanten Granitfels mit Gipfelkreuz. Unmittelbar darunter steht die Bischof-Neumann-Kapelle, die 1980 dem aus dem nahen Prachatitz stammenden Johann Nepomuk Neumann geweiht wurde. Rund 450 Meter südlich des Gipfels liegen die Dreisesselfels — drei faszinierende Granitblöcke aus kissenartiger Wollsackverwitterung, die wie steinerne Throne aussehen. Das Gipfelgelände zeigt eindrucksvoll, wie die Natur nach dem großflächigen Borkenkäferbefall zurückkommt: Totholz weicht üppiger Naturverjüngung. Da eine öffentliche Straße bis zum Dreisesselhaus führt, ist der Berg zu jeder Jahreszeit gut besucht.
AufstiegsmöglichkeitenEiner alten Sage zufolge — die auch Adalbert Stifter in seinem Werk aufgreift — sollen sich einst die Könige von Bayern, Böhmen und Österreich auf diesem Gipfel getroffen haben, um die Grenzen ihrer Reiche zu verhandeln: drei Herrscher, drei Throne — der Name Dreisesselberg war geboren.
Quelle: Wikipedia (Lizenz CC BY-SA 4.0)