Tomanowe Stoły ist einer jener verborgenen Winkel der Westlichen Tatra, der mit seiner rohen Wildheit und botanischen Kostbarkeiten beeindruckt — ein Ensemble aus Felsen und Felstürmen entlang des südlichen Grats des Ciemniak, wo die Natur noch ganz sich selbst gehört.
Die Felsen und Türme erstrecken sich zwischen der Kleinen Scharte (Mała Przełączka, ca. 1915 m) und dem Tomanowa-Pass (1686 m), teils im Grat selbst, teils an den westlichen Hängen, die ins Tomanowa-Tal abfallen. Der höchste Punkt, die Głazista Turnia, erreicht 1953 m ü.d.M. Das Gelände besteht aus sedimentären Karbongesteinen und wirkt zeitlos und ursprünglich. Im Frühling und Sommer überrascht die scheinbare Kargheit mit einem bemerkenswerten Artenreichtum an Pflanzen, im Herbst schimmern Felsen und Gräser in warmen Goldtönen.
AufstiegsmöglichkeitenHier wachsen der Alpen-Spitzkiel (Oxytropis campestris) und das Alpen-Straußgras — Pflanzen, die in Polen ausschließlich in der Tatra und nur an wenigen Standorten vorkommen. Auch das in Polen seltene Orangegreiskraut ist hier heimisch, was diesen Ort zu einem verborgenen botanischen Schatz der Westlichen Tatra macht.