Die Drachenwand ist eine der markantesten Felsgruppen der Hohen Tatra — drei zerklüftete Türme, die sich in den Südostkamm der Wysoka schmiegen und ausschließlich erfahrenen Kletterern vorbehalten sind. Wer die wilde, unberührte Seite der Tatra sucht, wird hier fündig.
Das Massiv besteht aus drei deutlich ausgeprägten Gipfeln: dem höchsten, der Großen Drachenwand (Wielka Szarpana Turnia, 2364 m), der Mittleren und der Kleinen Drachenwand, getrennt durch zwei tiefe Felseinkerbungen. Vom benachbarten Smoczygipfel-Massiv wird die Gruppe durch die tief eingeschnittene Szarpana-Scharte abgegrenzt. Das Gelände ist steil, zerrissen und von einer ursprünglichen Wildheit, die in allen Jahreszeiten beeindruckt. Im Winter verwandeln sich die Türme in eisbedeckte Festungen, die höchste Ansprüche an Technik und Erfahrung stellen.
AufstiegsmöglichkeitenDer Name 'Drachenwand' geht auf den nahe gelegenen Smoczysee (Drachensee) zurück und lebt in den alten Volkslegenden der Tatra weiter, die von einem Drachen berichten, der einst diese Berge bewohnt haben soll.