Die Świstowa Czuba (1.763 m ü.d.M.) bildet den nördlichen Ausläufer des Opalony Wierch in den Polnischen Hohen Tatra und ist ein Gipfel, der mit großzügigen Aussichten belohnt, ohne dabei im Rampenlicht zu stehen. Von hier oben entfaltet sich ein weites Panorama auf den massigen Wołoszyn, das Tal der Fünf Polnischen Seen und das Roztoka-Tal mit dem hoch oben eingebetteten Buczynowa-Tälchen.
Alle Hänge der Świstowa Czuba entwässern ausschließlich ins Roztoka-Tal — ein in sich geschlossener Berg mit klarer Identität. Die Nordwand bricht in einem rund 300 Meter hohen Dreieck ab; darin versteckt sich der Felsturm Świstowy Mnich, und an den Wänden wachsen vereinzelt stattliche Zirbelkiefern. Im Sommer herrscht alpine Stille, im Winter verlangt der Berg volle Konzentration.
AufstiegsmöglichkeitenDen Spitznamen 'Świstówka' verdankt der Gipfel dem Wind, der hier laut der Schriftstellerin Maria J. Zaleska 'auf das schrecklichste pfeift' — und die erste dokumentierte Begehung der Nordwand gelang im Juli 1930 einem Vierer-Team, dem auch Witold Henryk Paryski angehörte, der spätere Autor der monumentalen Tatra-Enzyklopädie.