Die Swinka (2163 m ü. d. M.) ist ein breiter, ausladender Gipfelmassiv in der slowakischen Hohen Tatra, der abseits des touristischen Trubels liegt. Da keine markierten Wanderwege auf den Gipfel führen, ist er echten Bergsteigern mit Erfahrung vorbehalten.
Das Massiv liegt im oberen Teil des Bździochowa-Grats und zeigt zwei völlig unterschiedliche Seiten. Die südwestlichen Hänge fallen sanft ins obere Čierna-Javorová-Tal ab — grasig-felsiges Gelände mit kleinen Felstürmchen, rau, aber nicht abweisend. Ganz anders präsentiert sich die Nordseite: Drei Wände — die nordwestliche, nördliche und nordöstliche — stürzen bis zu 500 Meter steil ins Kołowa-Tal ab. Die Nordwand ist besonders beeindruckend, durchzogen von einer riesigen Depression, links davon erhebt sich ein gewaltiger Felsturm. Im Winter bekommt das gesamte Massiv einen ausgesprochen alpinen Charakter.
Aufstieg zum GipfelDie erste dokumentierte touristische Sommerbesteigung fand am 13. August 1908 durch Antoni Jakubski, Adam Konopczyński und Stanisław Szulakiewicz statt. Der Name 'Swinka' leitet sich höchstwahrscheinlich von der breiten, gedrungenen Form des Massivs ab.