Der Suchy Wierch Tomanowy (1869 m ü.d.M.) ist ein markanter Nebengipfel im Hauptkamm der Westlichen Tatra, der genau auf der polnisch-slowakischen Staatsgrenze liegt. Wer ursprüngliche, unberührte Berglandschaft abseits der Touristenströme sucht, wird diesen Winkel der Tatra lieben.
Die Hänge sind felsig und mit ausgedehnten Blockfeldern bedeckt, die von Latschenkiefern überwuchert werden — ein typisches Bild für diesen Teil der Tatra. Der Kamm verläuft hier in etwa von Süd nach Nord; der Gipfel liegt zwischen dem Tomanowy Wierch Polski und dem Tomanowa-Pass. Auf der slowakischen Seite fällt das Gelände ins Liptauer Tomanowa-Tal ab, auf der polnischen Seite führt der Kamm hinunter ins Tomanowa-Tal, den oberen Teil des Kościeliska-Tals. Westlich des Gipfels liegt ein eiszeitlicher Kesselboden — das Sucha-Tomanowa-Tal — östlich erstreckt sich der felsige Kamienisty-Żleb-Graben. Im Herbst färbt sich die Latsche goldbraun, im Frühling hält sich der Schnee lange in den Rinnen und verleiht der Gegend einen rauen Alpencharakter.
AufstiegsmöglichkeitenDer felsige Kamienisty-Żleb-Graben an der Ostseite des Gipfels ist ein historisches Zeugnis alter Bergpfade — einst von Wanderern aus dem Tomanowa-Tal zur Passhöhe genutzt, erinnert er heute still an die frühe Geschichte des Tatra-Bergsteigens.