Der Stefanowy Wierch (1730 m ü. d. M.) gehört zu den wildesten und einsamsten Gipfeln der Belianischen Tatra — ein Stück echter, unberührter Bergwelt, das seinen ursprünglichen Charakter bis heute bewahrt hat. Gerade weil der Gipfel offiziell gesperrt ist, hat sich hier eine besonders reiche Natur erhalten.
Der Berg erhebt sich über dem Tal Zadné Meďodoly auf einem Seitenkamm, der südwestlich vom Havran (2152 m ü. d. M.) abzweigt, einem der Hauptgipfel des Belianischen Tatra-Hauptkamms. Der Gipfel selbst ist mit niedrigem alpinem Bewuchs bedeckt, was freie Aussichten in alle Richtungen ermöglicht. Vom Scheitel aus sind der nördliche Teil des Belianischen Tatra-Hauptkamms sowie die umliegenden Hohe-Tatra-Gipfel zu sehen — bei guten Bedingungen sogar die fernen Orawaer Beskiden mit der Babia Hora und dem Pilsko. Im Sommer leuchten die Hänge in sattem Grün, im Herbst färben sich Legföhren und Almgräser golden, und im Winter verwandelt sich die gesamte Umgebung in eine stille, weiße Einsamkeit.
AufstiegsmöglichkeitenDie Belianische Tatra ist der einzige Teil der slowakischen Tatra, der überwiegend aus Kalkstein und Dolomit aufgebaut ist — das verleiht ihr ihr charakteristisch helles Aussehen und erklärt den außergewöhnlichen Artenreichtum der alpinen Flora hier.