Der Sokolnik (1.384 m ü.d.M.), historisch auch als Falkensteine oder Tefelsteinplatte bekannt, ist ein lohnender Gipfel im Riesengebirge — weniger überlaufen als der benachbarte Reifträger (Szrenica), dabei rau, ursprünglich und mit weitem Blick über das Grenzgebirge. Hier verläuft die polnisch-tschechische Staatsgrenze mitten über den Kamm.
Das Gipfelplateau ist von einem mächtigen Blockfeld aus Riesengebirgsgranit geprägt, das sich unter eiszeitlichen Periglazialverhältnissen im Pleistozän gebildet hat. Nach Norden öffnet sich der Blick auf den weiten, moorigen Kessel Szrenicki Kocioł, nach Süden auf die Labská louka, eine breite Hochfläche, auf der die Elbe entspringt. Am Westhang über dem Nassen Pass ist der Felsblock Twarożnik sehenswert. Im Winter pfeifen hier kräftige Winde über den Kamm, im Sommer belohnt der Gipfel mit Stille und großartigen Fernsichten.
AufstiegsmöglichkeitenDie alten deutschen Namen 'Falkensteine' und 'Tefelsteinplatte' verweisen auf den felsigen Charakter des Gipfels und deuten auf eine lange Geschichte menschlicher Wahrnehmung dieses wilden Grenzgebirges hin.