Der Wittigberg (tschechisch: Smědavská hora, 1.084 m ü.d.M.) ist ein stiller Waldgipfel im Isergebirge, der mit seiner ursprünglichen Natur, einem über Jahrzehnte gepflegten Gipfelbuch und einem unerwarteten Stück Luftfahrtgeschichte aufwarten kann. Wer Einsamkeit und echte Gebirgsatmosphäre sucht, ist hier genau richtig.
Der Berg erhebt sich aus weitläufigen Hochmooren und Fichtenwäldern, die das Isergebirge so unverwechselbar machen. An seinen Südhängen entspringt die Smědá (Wittig), der Fluss, der dem Gipfel seinen tschechischen Namen gab. Die Landschaft wirkt zu jeder Jahreszeit einladend: im Sommer mit Blaubeerpfaden und dem würzigen Duft des Waldes, im Herbst in warmen Goldtönen, im Winter unter einer Schneedecke. Das Naturdenkmal Vlčí louka liegt rund 700 Meter südöstlich des Gipfels und lässt sich wunderbar in eine Rundtour einbinden.
AufstiegsmöglichkeitenAm 23. April 1992 stürzten zwei französische Kleinflugzeuge, die humanitäre Hilfsgüter nach Polen transportierten, bei schlechtem Wetter in den Hang des Wittigberges — alle vier Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Die Wrackteile am Wegesrand sind ein stilles, aber eindringliches Mahnmal.