Der Skupniów Upłaz ist ein Gebirgsrücken in den Westlichen Tatra, der Wanderer mit einer ungewöhnlichen Mischung aus botanischen Schätzen, offenen Aussichten und lebendiger Geschichte begeistert. Er erstreckt sich zwischen dem Jaworzynka-Tal und dem Olczyska-Tal auf einer Höhe von 1300–1470 m ü. M.
Die östlichen Hänge zur Dolina Olczyska hin sind gleichmäßig, mäßig steil und felsenfrei — ein offenes Grasgelände, das schöne Blicke auf den Wielki Kopieniec und die markante Silhouette des Giewont bietet. Die westliche Seite fällt deutlich steiler zum Jaworzynka-Tal ab und ist von kleinen Felstürmen durchzogen, die eigene Namen tragen: Parzące Turnie, Gruba Turnia oder Mnich. Im Sommer verwandeln sich die Kalkgrasmatten in ein wahres Blütenmeer — Edelweiß, Alpen-Waldrebe, verschiedene Steinbrech-Arten, Kugelköpfige Rapunzel und viele weitere kalkliebende Pflanzen bedecken die offenen Flächen. Besonders bemerkenswert ist der Nachweis von Hoppe-Ruhrkraut und Alpen-Mondraute — beides in Polen ausschließlich in der Tatra vorkommende Rarititäten.
AufstiegsmöglichkeitenNoch 1933 beschrieb der Geograph Antoni Wrzosek diese Hänge als 'trostlose Karstschottereinöde' — Folge von Jahrhunderten intensiver Beweidung und Abholzung. Heute, nach jahrzehntelanger Aufforstung mit Lärchen und natürlicher Regeneration, ist der Skupniów Upłaz ein eindrucksvolles Beispiel für die Erholung der Tatra-Natur.