Die Skrajna Rosocha (1.262 m ü.d.M.) ist ein stiller, vollständig bewaldeter Gipfel in den polnischen Westlichen Tatra, eingebettet zwischen dem Lejowa-Tal und dem Kleinen Trockental (Mała Sucha Dolina). Wer den Trubel der großen Touristenpfade hinter sich lassen möchte, findet hier echte Bergwildnis — und eine erstaunlich lebendige Geschichte unter den Fichten.
Der Gipfel liegt auf einem Kamm, der das Lejowa-Tal im Osten vom Kleinen Trockental — einem Seitenzweig des Chochołowska-Tals — im Westen trennt. Da der Gipfel vollständig bewaldet ist, gibt es keine weiten Aussichten, dafür aber die friedvolle Atmosphäre eines echten Bergwaldes mit dem Duft von Harz und dem Rauschen des Windes in den Baumkronen. Von dem etwas höher gelegenen Zadnia Rosocha (1.271 m) trennt ihn der flache Sattel Rosochowate Siodło (ca. 1.250 m). Im Sommer spendet das dichte Blätterdach angenehmen Schatten, im Herbst leuchten die Hänge in Gold und Rostbraun.
Aufstieg zum GipfelIm 19. Jahrhundert befanden sich an den Osthängen der Skrajna Rosocha, auf etwa 1.240–1.250 m Höhe, kleine Bergwerke namens 'Lejowe Banie'. Dort wurden arme Metallerze abgebaut, doch das Vorhaben erwies sich als unrentabel und wurde bald aufgegeben — heute erinnern nur noch kaum sichtbare Spuren im Gelände an diese vergessene Seite der Bergbaugeschichte.