Die Skrajna Baszta (2202 m ü.d.M.), slowakisch 'Patria', ist ein lohnender Tatra-Gipfel, der mit einer Panoramaaussicht belohnt, die Wanderer und Kartografen seit Generationen begeistert. Der Gipfel krönt den Bašta-Grat auf der slowakischen Seite der Hohen Tatra und trennt das Mlynická-Tal im Westen vom Mengusovská-Tal im Osten.
Der Berg zeigt je nach Himmelsrichtung ein völlig anderes Gesicht. Die Westhänge zum Mlynická-Tal sind steil und rau — brüchige Felswände, Geröllhalden und dichtes Latschenkiefergebüsch. Die Südhänge hingegen sind sanfter und zeigen ein Lehrbuch-Beispiel der typischen Tatra-Vegetationsstufen: intakte Fichtenwälder, darüber Zirbelkiefern, dann undurchdringliche Latschenkiefern. Der Osthang fällt über 600 Höhenmeter ins Mengusovská-Tal ab — so steil, dass kaum zu unterscheiden ist, wo Hang und Wand beginnen. Im Herbst, wenn die Latschen golden leuchten, ist die Atmosphäre hier besonders eindrucksvoll.
AufstiegsmöglichkeitenAn den Hängen der Skrajna Baszta wurden Reste eines Kupfererzbergwerks gefunden, das vermutlich schon vor 1535 in Betrieb war — Menschen erklommen diesen Gipfel also lange vor den ersten dokumentierten Besteigungen. Der erste belegte Aufstieg gelang Martin Róth am 26. Juni 1875.