Der Siwy Zwornik (1965 m ü. d. M.) ist kein Gipfel, der durch schiere Höhe beeindruckt — dafür aber durch seine außergewöhnliche Lage als Knotenpunkt dreier Gebirgsgrate in den Westlichen Tatra. Die polnisch-slowakische Grenze verläuft genau über den Gipfel.
Die Landschaft rund um den Siwy Zwornik ist rau und abwechslungsreich. Auf der Nord- und Westseite fallen die Hänge in felsigen Steilwänden ab, die das Starorobociańska- und das Pyszniańska-Tal überragen. Die sanfteren Südhänge hingegen sind mit niedrigem Rasengras bewachsen, dessen Halme im Herbst leuchtend rot werden. Bei klarem Wetter bietet der Gipfelbereich beeindruckende Ausblicke auf die markante Pyramide des Starorobociański Wierch im Westen und die zerklüfteten Liliowe Turnie im Südosten. Bei schlechter Sicht war dieser Kreuzungsbereich historisch berüchtigt für Orientierungsfehler — ein Grund, warum die Ortsnamen in der Umgebung offiziell überarbeitet wurden.
Anstieg zum GipfelDer Name 'Siwy Zwornik' wurde erst nachträglich eingeführt, um die jahrelange Verwirrung rund um die Ortsnamen in diesem Teil der Westlichen Tatra zu beenden — ein kleines Stück Kartographiegeschichte, das diesen Gipfel besonders macht.