Der Šiprúň (1.461 m ü.d.M.) ist einer der lohnenswertesten Seitengipfel im nordöstlichen Teil der Veľká Fatra — ruhig, bewaldet und mit überraschend weiten Aussichten für alle, die den Weg auf sich nehmen. Wer die Berge abseits des Trubels sucht, ist hier genau richtig.
Der Gipfel ist mit lockerem Fichtenwald bedeckt, der die Rundsicht zwar etwas einschränkt, an den richtigen Stellen aber beeindruckende Blicke freigibt: auf die westlichen Nízke Tatry, die Západné Tatry, den Veľký Choč, die Oravská Magura und bei guter Sicht auch auf weite Teile des Malá-Fatra-Kamms sowie die Babia hora. Die Südhänge entwässern ins Tal Nižné Matejkovo, die Nordhänge in das Trlená-Tal. Vom Hauptkamm wird der Šiprúň durch den Sattel Vyšné Šiprúnske Sedlo getrennt, über den der Abzweig des markierten Wanderwegs führt. Benachbarte Gipfel wie Malá Smrekovica (1.485 m), Predný Šiprúň (1.441 m) und Zadný Šiprúň (1.340 m) bieten sich für Erweiterungstouren an.
AufstiegsmöglichkeitenDer Gipfel hat einer ganzen geomorphologischen Untereinheit der Veľká Fatra seinen Namen gegeben — eine bemerkenswerte Tatsache für einen Berggipfel, der bescheiden abseits des Hauptkamms liegt und dennoch administrativ zur Stadt Ružomberok gehört.