Der Schalfkogel ist ein markanter Gipfel in den Ötztaler Alpen, der zwei völlig unterschiedliche Gesichter zeigt - eine steile Eisflanke von Osten und eine ruhige, pyramidenförmige Erscheinung von Westen. Für Bergsteiger mit Gletschererfahrung ist er ein lohnendes Hochtourenziel abseits des Trubels.
Von Osten betrachtet erhebt sich der Berg als steile Firn- und Felsflanke über dem Gurgler Ferner, während der Nordgrat in einer schmalen, steilen Firnscheide gipfelt. Von Westen wirkt der Gipfel dagegen wie eine gleichmäßige, flache Pyramide. Der Schalfkogel ist vollständig von Gletschern umgeben: Diemferner im Nordwesten, Gurgler Ferner und Kleinleitenferner im Nordosten sowie der Nördliche Schalfferner im Süden. Im Winter und Frühling ist das Gelände rein glaziales Hochgebirge, im Sommer bringen freiliegende Felspartien entlang der Grate zusätzliche Kletterei.
Wie man zum Gipfel kommt
Praktische Informationen
Die Erstbesteigung erfolgte 1830 durch den französischen Reiseschriftsteller Frédéric Mercey zusammen mit Trägern aus dem Pfelderer Tal und einem namentlich nicht überlieferten Bergführer aus Meran.