Der Rotenflosskamm (945 m ü. NHN) ist ein stiller, kuppelförmiger Gipfel im Hochkamm des Isergebirges — fernab von Massentourismus, dafür mit jungem Fichtenwald, einem schönen Aussichtspunkt und einer bemerkenswerten geographischen Besonderheit. Wer das Isergebirge abseits der bekannten Pfade erleben möchte, ist hier genau richtig.
Der Gipfel ist so sanft geformt, dass er im Gelände kaum als solcher erkennbar ist — der Rücken erstreckt sich in Ost-West-Richtung, und die südlichen, westlichen und östlichen Hänge fallen sehr flach ab. Ganz anders der Nordhang, der steil ins Tal der Queis abfällt. Am Westhang lädt ein markierter Aussichtspunkt zum Verweilen ein und bietet einen schönen Blick auf den südlichen Teil des Isergebirges. Besonders interessant: Über diesen unscheinbaren Gipfel verläuft die europäische Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten der Ostsee und der Nordsee.
Aufstieg zum GipfelDie aus dem jungen Wald herausragenden abgestorbenen Baumstümpfe sind ein eindrucksvolles Mahnmal: In den 1980er Jahren wurde die im 19. Jahrhundert angepflanzte Fichtenmonokultur durch eine ökologische Katastrophe infolge massiver Luftverschmutzung vollständig vernichtet — heute erholt sich die Natur langsam, aber sichtbar.