Der Rinias (1.473 m ü. M.) ist einer der stillen, wenig besuchten Gipfel der Belianischen Tatra — ein bewaldeter, abgeschiedener Berg, der echte Wildnis fernab der touristischen Hauptwege bietet. Er erhebt sich über der Siedlung Kežmarské Žľaby, rund 14 km nordwestlich von Kežmarok, auf einem Seitenkamm, der vom Bujačí vrch im Hauptkamm der Belianischen Tatra nach Süden abzweigt.
Der Gipfel ist von einem lückenhaften Wald bedeckt, der nur eingeschränkte Aussichten erlaubt — doch wo die Bäume sich lichten, öffnet sich der Blick auf einen Teil des Poprad-Beckens, die umliegenden Gipfel der Belianischen und Hohen Tatra, die Pieninen, die Leutschauer Berge, das Branisko sowie den östlichen Teil der Niederen Tatra. Die Atmosphäre ist ruhig und ursprünglich, ganz anders als an den belebten Wanderwegen auf der anderen Seite des Kamms. Im Winter füllen sich die Täler mit Schnee und die Stille ist fast greifbar.
Zugang zum GipfelDie nordöstlichen Hänge des Rinias werden vom Milý-Bach entwässert, der in das Tal der Sieben Quellen abfließt — einer jener vergessenen Wasserläufe, die der Belianischen Tatra ihren einzigartigen, wilden Charakter verleihen.