Der Cornelsberg, auf Polnisch Przednia Kopa (1.114 m ü.d.M.), ist der dritthöchste Gipfel des Isergebirges — ein weitläufiger, kuppelförmiger Scheitel im Herzen des Hohen Kamms, der mit weiten Bergpanoramen und einer stillen, ursprünglichen Atmosphäre lockt. Wer das westliche Sudetenland abseits der Besuchermassen erleben möchte, ist hier genau richtig.
Der Gipfel erhebt sich aus dem Zielona-Kopa-Massiv als sanfte, breite Kuppe — so flach und gleichmäßig, dass der höchste Punkt im Gelände kaum auszumachen ist, was ihm seinen eigentümlichen Reiz verleiht. Zwischen dem jungen Bergwald öffnen sich subalpine Wiesen mit interessanten Pflanzenarten und freiem Blick in die Isergebirgslandschaft. Der Nordhang fällt steil ins Queis-Tal ab, der Westhang zur Mokra-Sattel, während die Süd- und Ostflanken fast waagerecht verlaufen. Über den Scheitel verläuft die europäische Wasserscheide zwischen Ostsee und Nordsee — hier entspringen die Quellen der Queis und ihrer Zuflüsse. Im Winter und zeitigen Frühjahr wirkt die Umgebung rau und geheimnisvoll: Schnee liegt hier oft bis Mitte Mai, und der Gipfel ist sehr häufig in Wolken und Nebel gehüllt.
AufstiegsmöglichkeitenIn den 1980er Jahren wurde der im 19. Jahrhundert angelegte Fichtenforst am Cornelsberg durch sauren Regen und Luftverschmutzung vollständig vernichtet — die gespenstisch herausragenden Totholzstümpfe über dem nachwachsenden Jungwald erinnern noch heute an diese ökologische Katastrophe.