Der Mittlere Turm (2128 m ü. d. M.) liegt im Hauptkamm der Hohen Tatra zwischen dem Äußeren Turm und der Świnica — ein Gipfel, der keine große Bühne beansprucht, aber mit weiten Panoramen und echtem Hochgebirgscharakter überzeugt.
Das Gestein besteht aus Granitoiden, und die Flanken des Berges sind je nach Himmelsrichtung sehr unterschiedlich. Nach Nordosten fällt ein kurzer Felsgrat ins Grüne Gäsebachtal ab, nach Südosten zieht sich ein gleichmäßig geneigter Hang ins Walentkatal hinunter — oben steiniges Blockwerk, tiefer Gras und Geröll, am Fuß Latschenkiefer. Im Sommer bietet der offene Gipfelbereich Panoramablicke auf die Hohe und Westliche Tatra sowie ins stille Tal Dolina Cicha. Im Winter wird der Berg ernst: Die südöstlichen Hänge sind stark lawinengefährdet und erfordern eine sorgfältige Einschätzung der Schneeverhältnisse.
AufstiegsroutenDen Namen 'Mittlerer Turm' verliehen Hirten der Hala Gąsienicowa, weil der Gipfel zwischen seinen beiden Nachbarn liegt. Botanisch bemerkenswert ist das Vorkommen des Karpaten-Ruhrkrauts, einer in Polen nur an wenigen Stellen in der Tatra wachsenden Pflanze.