Die Jordánspitze — auf Slowakisch 'Posledná veža', der 'Letzte Turm' — ist eine der vier markantesten Felsnadeln im Kamm zwischen dem Pyšný štít und dem Lomnitzer Spitze in der Hohen Tatra. Mit 2560 m ü. d. M. thront sie zwischen der Jordánscharte und der Letzten Scharte und gehört zu jenen Gipfeln, die alpines Können fordern und echte Hochgebirgsatmosphäre bieten.
Das Gelände ist steil, felsig und ausgesetzt — typisch für diesen Teil der Hohen Tatra. Im Sommer eröffnen sich von hier beeindruckende Panoramen auf die umliegenden Gipfel und Täler. Im Winter verwandelt sich der Turm in eine ernste, eisige Kulisse; der erste Winteraufstieg gelang Stanisław Krystyn Zaremba erst im März 1936, was die Schwierigkeit des Unternehmens eindrucksvoll unterstreicht.
Aufstieg zum GipfelDer erste bekannte Aufstieg erfolgte am 13. September 1898 durch Karol Jordán mit den Führern Klimek Bachleda und Józef Tatar — ein Stück Tatra-Geschichte, das im alten deutschen Namen 'Jordánspitze' bis heute fortlebt.