Der Polom (1.010 m ü. M.) ist ein Gipfel in der Lúčanská Malá Fatra, der sich schon von Žilina aus durch sein ungewöhnliches Erscheinungsbild ins Gedächtnis einprägt: Ein riesiger Kalksteinbruch hat den Berghang über Jahrzehnte hinweg stark verändert und macht den Polom weithin erkennbar. Ein Gipfel mit besonderem Charakter — industriell geprägt, aber historisch bedeutsam und landschaftlich interessant.
Die westlichen und nördlichen Hänge tragen deutliche Spuren des jahrelangen Steinbruchbetriebs — kahle Felsen, spärliche Vegetation und eine aktive Anlage, die den abgebauten Kalkstein per Förderband über den Fluss Váh in das Kalkwerk nach Varín transportiert. Die östlichen und südlichen Teile des Massivs sind dagegen waldreicher und bieten eine natürlichere Atmosphäre. Von Punkten nahe der Steinbruchkante öffnet sich ein weiter Blick nach Norden und Westen: das Žilinabecken, die Krivánska Fatra, die Súľov-Felsen, die Jaworníky und bei guter Sicht sogar die Tausender der Mährisch-Schlesischen Beskiden — Kněhyně, Smrk und Lysá hora.
AufstiegsmöglichkeitenEin Denkmal des 1. Tschechoslowakischen Armeekorps, das im April 1945 in dieser Gegend kämpfte, stand einst auf dem Gipfel — wegen der Erweiterung des Steinbruchs wurde es 1986 auf die benachbarte Javorina versetzt.