Der Ostry Wierch ist der zweithöchste Gipfel im polnischen Teil des Niederen Beskids und ein echter Geheimtipp für alle, die wilde, wenig besuchte Bergwinkel lieben. Der Name bezieht sich auf die zahlreichen Felsblöcke, die hier und da aus dem üppigen Grün herausragen und dem Berg einen rauen, geheimnisvollen Charakter verleihen.
Der Gipfel liegt in den sogenannten Hańczower Rostbergen, etwa 200 Meter nördlich der slowakischen Grenze. Die südlichen und südwestlichen Hänge, die zu den Quellen des Bachs Biała Dunajcowa abfallen, sind steil und kaum gegliedert, während die nordöstlichen Hänge Richtung Ropka und Ripka von zahlreichen Schluchten und kleinen Bachtälern durchzogen sind. Der gesamte Kamm ist bewaldet, sodass sich Ausblicke nur an wenigen Stellen öffnen – das verleiht der Wanderung einen Hauch von Entdeckung. An den nordöstlichen Hängen, auf etwa 800 m Höhe, befindet sich ein markanter Felsvorsprung – früher gab es dort eine inzwischen verschwundene Höhle namens Zbójecka Piwnica (Räuberkeller).
Wie man zum Gipfel gelangt
Praktische Hinweise
Eine alte Legende der Bewohner von Huta Wysowska erzählt von einem Selbstmörder, der an der Stelle begraben wurde, wo sich die Grenzen dreier Dörfer trafen — genau auf dem Ostry Wierch. Sein Geist soll pilzesammelnde Frauen erschreckt haben, bis ein Schafhirte-Zauberer aus der Tatra geholt wurde, um ihn zur Ruhe zu bringen.